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2026: Ein gutes Jahr für den Immobilienkauf?

Nach mehreren Jahren, die von steigenden Zinssätzen, einem Rückgang der Transaktionen und Schwierigkeiten im Bausektor geprägt waren, scheint der luxemburgische Immobilienmarkt allmählich wieder an Stabilität zu gewinnen. Käufer profitieren heute von einer besseren Planbarkeit und einer stärkeren Unterstützung durch mehrere staatliche Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu Wohneigentum. Dennoch bleibt das Umfeld anspruchsvoll: In vielen Regionen des Landes sind die Immobilienpreise weiterhin hoch und der Erwerb von Wohneigentum stellt nach wie vor eine erhebliche finanzielle Verpflichtung dar. Sollte man daher noch abwarten oder die Chancen nutzen, die sich derzeit bieten? Wir haben diese Frage Bruno Mendes, Team Manager Lending bei Spuerkeess, gestellt.

Der Immobilienmarkt findet schrittweise zu einem Gleichgewicht zurück

1. Was ist 2026 auf dem Wohnungsmarkt zu erwarten?

Die vergangenen Jahre haben den luxemburgischen Immobilienmarkt tiefgreifend verändert. Nach einer langen Phase starken Wachstums führten die deutlichen Zinserhöhungen zu einem Rückgang der Transaktionen, einer schwächeren Nachfrage und größerer Zurückhaltung seitens der Käufer. Heute wirkt die Situation deutlich übersichtlicher.

Die Finanzmärkte haben sich schrittweise an das neue wirtschaftliche Umfeld angepasst und Kreditnehmer profitieren von einer besseren Visibilität als in den Jahren 2023, 2024 und 2025. Die privaten Haushalte gewinnen nach und nach wieder Vertrauen in ihre langfristigen Projekte.

Gleichzeitig haben sich die Immobilienpreise in vielen Marktsegmenten angepasst, wodurch Käufer heute mehr Verhandlungsspielraum haben als noch vor einigen Jahren.

Vor allem aber hat die luxemburgische Regierung unterstrichen, dass Wohnraum weiterhin eine nationale Priorität bleibt. Mit dem Programm „Booster fir de Wunnengsbau“ wurden mehrere neue Maßnahmen eingeführt, um den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern, den Wohnungsbau zu fördern und das Angebot an bezahlbarem Wohnraum auszubauen.

Das Ziel ist klar: ein günstigeres Umfeld sowohl für Käufer als auch für die Akteure des Immobiliensektors zu schaffen.

Ohne von einer Rückkehr zu den außergewöhnlichen Bedingungen vor den Zinserhöhungen auszugehen, deuten zahlreiche Indikatoren darauf hin, dass das Jahr 2026 für Haushalte, die Wohneigentum erwerben möchten, besonders interessant sein könnte.

Neue Förderungen für den Immobilienkauf im Jahr 2026

Um den Zugang zu Wohnraum zu unterstützen, hat die Regierung im Rahmen des Programms „Booster fir de Wunnengsbau“ mehrere wichtige Maßnahmen eingeführt:

Ein erweiterter „Bëllegen Akt“

Der Steuervorteil „Bëllegen Akt“ wurde auf EUR 45.000 pro Person erhöht.

Für ein Paar kann der Steuervorteil somit bis zu EUR 90.000 betragen und die mit dem Erwerb einer selbst genutzten Immobilie verbundenen Kosten erheblich senken.

Erhebliche Einsparungen bei bestimmten VEFA-Käufen

Für Erwerbe im Rahmen eines Verkaufs im zukünftigen Fertigstellungszustand (Vente en l'État Futur d'Achèvement - VEFA), die ab dem 16. Juli 2026 abgeschlossen werden, fallen die Eintragungs- und Umschreibungsgebühren nur auf den Wert des Grundstücks an, sofern der Bau zum Zeitpunkt des Kaufs zu höchstens 80% fertiggestellt ist. Diese Maßnahme gilt für drei Jahre.

Für bestimmte Käufer kann dies zum Zeitpunkt des Erwerbs eine erhebliche Ersparnis bedeuten.

Mehr Unterstützung für junge Käufer

Auch die mit den Zinszuschüssen verbundenen Beihilfen wurden ausgeweitet.

Für Ersterwerber bis einschließlich 35 Jahre erhöht sich der bei der Berechnung des Zinszuschusses berücksichtigte Darlehenshöchstbetrag von EUR 200.000 auf EUR 300.000. Für andere Haushalte wurde er auf EUR 250.000 angehoben.

Diese Anpassungen sollen die finanzielle Belastung von Haushalten beim Erwerb von Wohneigentum weiter reduzieren.

2. Ist es schwieriger geworden, ein Immobiliendarlehen zu erhalten?

Diese Auffassung ist weit verbreitet. Tatsächlich haben die Banken ihre Kriterien für die Vergabe von Darlehen jedoch nicht grundlegend verändert.

Die Analyse basiert weiterhin auf denselben wesentlichen Faktoren: dem Haushaltseinkommen, der Rückzahlungsfähigkeit, der finanziellen Stabilität und der allgemeinen Tragfähigkeit des Projekts.

Bei Spuerkeess stellen wir ein allmählich wachsendes Interesse an Immobilienprojekten fest. Viele Kunden möchten wieder ihre Finanzierungsmöglichkeiten prüfen und herausfinden, ob ihr Vorhaben unter den aktuellen Bedingungen umsetzbar ist.

Der wichtigste Grundsatz bleibt unverändert: Ein Immobilienprojekt muss heute wie auch künftig mit dem Budget des Haushalts vereinbar sein.

3. Benötigt man hohe Ersparnisse, um eine Finanzierung zu erhalten?

Eigenmittel sind selbstverständlich ein Faktor, der bei der Prüfung eines Antrags berücksichtigt wird.

Sie dienen insbesondere dazu, die mit dem Immobilienerwerb verbundenen Nebenkosten, wie beispielsweise Notarkosten, sowie bestimmte regulatorische Anforderungen abzudecken, die je nach Profil des Kreditnehmers gelten können.

Beim Erwerb der ersten Immobilie ist es jedoch weiterhin möglich, eine sehr hohe Finanzierung im Verhältnis zum Immobilienwert zu erhalten. Dies wirkt sich natürlich direkt auf die Höhe der erforderlichen Eigenmittel aus, die dadurch deutlich geringer ausfallen kann.

Dennoch ist es ratsam, eine ausreichende finanzielle Reserve zu behalten, um auf unvorhergesehene Ereignisse nach dem Kauf reagieren zu können, etwa auf Renovierungsarbeiten, zusätzliche Ausstattungen, außergewöhnliche Ausgaben oder eine Veränderung der persönlichen Lebenssituation. Der Aufbau von Ersparnissen vor dem Immobilienkauf bleibt daher ein echter Vorteil, unabhängig davon, ob diese auf einem Sparkonto, im Rahmen eines Bausparplans oder in anderen, zum persönlichen Profil passenden Anlageformen gehalten werden.

4. Welchen Rat würden Sie Kaufinteressenten heute geben?

Der beste Rat lautet, nicht erst nach der idealen Immobilie zu suchen, bevor man sich mit der Finanzierung beschäftigt.

Ein erstes Gespräch mit einem Berater ermöglicht es, die eigene Kreditfähigkeit zu bestimmen, mögliche staatliche Beihilfen in die Planung einzubeziehen und ein realistisches Budget festzulegen, noch bevor die eigentliche Suche beginnt.

In einem sich schnell verändernden Umfeld stellt eine persönliche Beratung einen echten Mehrwert dar.

Der Erwerb einer Immobilie ist häufig das wichtigste finanzielle Projekt im Leben. Deshalb ist es entscheidend, sich auf einen vertrauenswürdigen Partner verlassen zu können, der Sie in jeder Phase begleitet - von den ersten Überlegungen bis zur Schlüsselübergabe.

Möchten Sie mehr über Ihre Kreditfähigkeit erfahren oder wünschen Sie eine individuelle Begleitung für die Verwirklichung Ihres Immobilienprojekts?

 

Vereinbaren Sie einen Termin mit einem Spuerkeess-Berater und profitieren Sie von einer auf Ihre persönliche Situation zugeschnittenen Analyse.

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